AG 23: Strategien im Umgang mit Kindern mit auffälligem Verhalten


Zeitpunkt: 10.10.2020 13:15
Raum: Schule

Ihr kennt das alle: Mit den meisten Kindern auf euren Plätzen kommt ihr gut aus. Die Stimmung auf eurem Platz ist in der Regel prima. Doch hin und wieder kippt die Stimmung. Ihr habt einzelne Kinder oder manchmal auch eine ganze Gruppe, die alles aufmischen. Ihr versucht wieder Ruhe hineinzubringen. Doch alle Versuche, auf das einzelne Kind oder auf die Gruppe einzuwirken, perlen an diesen einfach nur ab.
Was tun? Wie setze ich mich durch? Wie bekomme ich diese Situation wieder in den Griff oder: Wie kann ich vorbeugen, damit das möglichst selten passiert?
Diese Fragen stellen sich viele engagierte Mitarbeiter*innen, wenn es einmal so läuft, wie es nicht laufen sollte.
Es gibt sicher kein Patentrezept für den Umgang mit wilden oder auffälligen Kindern. Trotzdem gibt es einige wichtige Punkte in unserer Arbeit, die es uns erleichtern, schwierige Situationen erst gar nicht entstehen zu lassen oder schnell wieder aufzulösen.
Diese können in der Struktur unseres Platzes, in der Art, wie wir unsere pädagogischen Angebote darbieten und nicht zuletzt in unserem eigenen Verhalten gegenüber den Besuchern liegen.
In einem kleinen Rundumschlag versuchen wir, einigen zentralen Punkten auf den Grund zu gehen, die darüber entscheiden können, ob wir immer wieder um unsere Aktzeptanz unter den Besuchern kämpfen müssen oder ob wir auch in schwierigen Situationen mit unseren ganz besonderen Kindern gut zurechtkommen.
Dieses Seminar eignet sich besonders für Einsteiger*innen in die pädagogische Arbeit auf den Plätzen oder für junge Teams, die in einen vorhandenen oder neuen Platz neu einsteigen.

Referent*innen: Hartmut Lies
Hartmut Lies ist Diplom-Sozialpädagoge (FH), hat einige Jahre in der offenen Arbeit mit Kindern gearbeitet, erst als Leiter eines Kindertreffs in Stuttgart, dann auf einer Jugendfarm. Nach seinem Ausscheiden dort hat er die Arbeit auf dem Platz 5 Jahre im Vorstand begleitet. Über seine Tätigkeit als Jugendreferent eines Stadtjugendrings ist er in die Schulung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in der Arbeit mit Kindern eingestiegen. Über längere Zeit hat er in praktischen und theoretischen Seminaren ehrenamtliche Jugendbegleiter*innen auf ihre Arbeit in der Freizeitbetreuung in Schulen vorbereitet. Seit 2003 tourt er mit seinem frei organisierten Spielmobil "Spiel-o-Top" durch ganz Süddeutschland und schafft temporäre Spiel-Räume für viele Menschen, fest davon überzeugt, dass "der Mensch nur dort Mensch ist, wo er spielt".