AG 39: Hüttenbaufestival und andere Ideen für belebte Baubereiche


Zeitpunkt: 10.10.2020 15:45
Raum: Schule

Eine zentrale Rolle, auf dem Kolle 37, nimmt der Hüttenbaubereich ein. Hier werden drei wichtige Prinzipien verwirklicht:
– Partizipation – Kinder können sich ihren Spielplatz selbst gestalten, nicht, indem sie ihn wie auf „normalen“ Spielplätzen destruktiv verändern, sondern auch, indem sie ihn von Grund auf selbst bauen.
– Sozialisation – eine Hütte kann man nicht alleine bauen. Wenigstens drei Kinder sollten sich zusammenfinden, um eine Hütte zu bauen. Und es gibt Nachbarn, mit denen man sich über die Gestaltung der Wege oder Brücken zwischen den Bauten einigen muss.
– Umgang mit Gefahren lernen – Bauspielplätze sind gefährlich und dennoch geschehen vergleichsweise weniger Unfälle, als auf herkömmlichen Spielplätzen, da die Kinder mit den Abständen, Höhen, Werkzeugen etc. bewusst umzugehen gelernt haben. Sie haben infolge von viel Bewegung in diesem Erfahrungsraum gelernt, sich selbst richtig einzuschätzen.
Der Hüttenbaubereich ist auf vielen innerstädtischen Bauspielplätzen allerdings räumlich begrenzt. Wie ermöglicht man allen Kindern die oben genannten Erfahrungen?
Der Kolle 37 setzt seit Jahren das Hüttenbaufestival um, so dass der Baubereich niemals ruht.
Wie und warum wir das tun, soll hier kurz geschildert werden, um dann gemeinsam in den Austausch zu gehen, wie man statische Hüttenbaubereiche wieder beleben bzw. gleich vermeiden kann.

Referent*innen: Marcus Schmidt
Marcus Schmidt, Sozialpädagoge (Diplom) und Sozialmanager (MA), jahrelanger pädagogischer Mitarbeiter auf dem Abenteuerlichen Bauspielplatz Kolle 37 und Geschäftsführer des Netzwerk Spiel/Kultur Prenzlauer Berg e.V.